Register   |   Login

Knoten für den
Sportbootführerschein See

Die meisten der 10 Knoten für den Sportbootführerschein See (SBF See) sind einfache Alltagsknoten für Wassersportler. Deshalb sind sie in die Prüfung mit aufgenommen worden. ... Und nein: Da ist kein Seiltrick dabei. Bereits mit ganz wenig Übung lassen sie sich durchaus realisieren.

Bei Youtube gibt's von der Yachtschule Meridian einen kleinen Film, der in netter Slow-Motion - also auch für die Phlegmatiker unter uns leicht nachvollziehbar - die Knoten erläutert.

Halber Schlag

 

Der halbe Schlag ist der Grundknoten schlechthin. Jedes Mal, wenn du dir die Schuhe zubindest, machst du unwissentlich einen halben Schlag; denn es ist nichts anderes, als ein einfacher Knoten.

Sollte der Knoten in der Prüfung mit einem sogenannten Rundtörn kombiniert werden, bedeutet das für dich, dass du dein Seil einfach einmal irgendwo rumlegst, so dass eine offene Schlaufe entsteht. Anschließend tüterst du den Halben Schlag dran und darfst breit grinsen: Dieser Knoten ist bestanden.

   
   

 

Achtknoten

 

Der Achtknoten ist eine Erweiterung des Halben Schlags. Meistens wird er verwendet, wenn wir verhindern wollen, dass uns ein Seil "ausrauscht", also einfach durch Finger oder sonstwas gleitet und verschwindet. Kurz gesagt: Er hat eine Stopper-Funktion.
Seglern ist das wohlvertraut, denn keine Fockschot und keine Großschot würde er jemals guten Gewissens ohne Achtknoten zurücklassen.

Anstatt einen einfachen Knoten zu machen, verdrehst du das Seil einmal mehr, so dass am Ende ein Knoten rauskommt, der nicht nur wie eine 8 (Acht) aussieht, sondern auch so heißt.

   
   

Kreuzknoten

 

Unser Kreuzknoten hat unglaublich viele Pseudonyme. Manche kennen ihn vielleicht schon unter den Namen Doppelknoten, Reffknoten, Samariterknoten oder Weberknoten (nicht verwechseln mit Webleinstek).

Im Grunde sind das einfach zwei Halbe Schläge. Doch wer ihn schon mal versucht hat, der weiß, dass es eine "schicke" (richtige) und eine "hässliche" (falsche) Variante davon gibt. Deshalb: Unbedingt vor der Prüfung üben! Du hast nur zwei Versuche!

   
   

Einfacher Schotstek

 

Der Schotstek dient hauptsächlich zum Verbinden zweier ungleich starker Seile. Sein Name rührt - wie so viele - aus der Geschichte her, als man noch den Schotstek benutzte, um das Segel an der Schot festzumachen. (Heute wird dafür der Palstek bevorzugt.)

Sein größter Vorteil ist aber, dass er sich auch unter Belastung nicht wirklich fest zuzieht, so dass wir ihn selbst mit klammen Fingern ohne Schere, Flex oder Feuerzeug wieder öffnen können. In der Erleichterung (allerdings ist das nicht Prüfungsgegenstand) kann man ihn auch "auf Slip" legen, also das dünne Seil nicht ganz durchstecken sondern nur eine Schlaufe. Dann lässt er sich sogar bei höchster Belastung ganz einfach durch Ziehen am dünnen Seil lösen.

Nimm zuerst das dicke Seil und lege eine Bucht (einfach Umknicken das Seil). Anschließend nimmst du das dünne Seil, schiebst es von unten durch die Bucht, wickelst es außen herum und steckst es am Ende durch die neue Schlaufe. ... Klingt kompliziert, ist es aber nicht.

   
   

Doppelter Schotstek

 

Der Doppelte Schotstek ist quasi der größere Bruder des Schotsteks und wurde erfunden, um die Belastbarkeit zu verbessern.

Der einzige Unterschied zu seinem kleinen Bruder ist, dass du das dünne Seil nicht nur einmal, sondern zwei Mal rumwickelst und durch die Schlaufe steckst. Wenn du also den einfachen Schotstek beherrschst, dann ist es zum Doppelten Schotstek nur eine zusätzliche Schlaufe.

   
   

Slipstek

 

Der Slipstek ist "ein Rundtörn mit einem halben Halben Schlag". Dabei wird der Halbe Schlag nicht vollständig durchgezogen, sondern - um ihn nachher wieder leicht und schnell lösen zu können - nur als Bucht durchgezogen. 

Daraus ergibt sich konsequenterweise auch, dass dieser Knoten überall dort eingesetzt wird, wo wir Knoten extrem schnell wieder lösen können wollen, ohne aber Gefahr zu laufen, dass das Ding allein aufgeht... 

   
   

Palstek

 

Unser Palstek ist mittlerweile zum Allrounder geworden. Wer bei den Pfadfindern war, kennt ihn als Schertauknoten oder Rettungsschlinge. Feuerwehrleute kennen ihn als Rettungsknoten, Brustbund oder Pfahlstich. Das THW nennt ihn Einfacher Ankerstich. Der ... kurz, er ist ziemlich bekannt und beliebt.

Und genau wegen seiner Vielseitigkeit solltest du diesen Knoten unbedingt verinnerlichen und trainieren. DEN brauchst du ständig!

Zuerst legst du ein Auge - den "See". Dann nimmst du das lose Seilende, steckst es von unten durch den "See", wickelst es hinten um das verbliebene Ende und steckst es vorne wieder in den See hinein.

"See", weil es einen einfachen Merkspruch gibt:

Die Schlange kommt aus dem See heraus, kriecht um den Baum herum und steigt wieder ins Wasser hinein.

 

   
   

Webleinstek

 

Den Webleinstek - auch: Webeleinenstek oder Mastwurf - kennen manche bereits als "Fenderknoten". Das ist zwar kein "richtiger Name", aber es beschreibt seinen beliebtesten Verwendungszweck ausgezeichnet. Wann immer du einen Fender an der Reling festmachen willst, dies ist der Knoten deiner Wahl.

 

Eigentlich ist er ein wirklich einfacher Knoten aus zwei Rundtörns, da er aber ein bisschen tückisch gewickelt wird, solltest du ihn wenigstens zwei, drei Mal geübt haben, bevor du in die Prüfung gehst...

   
   

Klampenschlag

 

Der Klampenschlag ist das Belegen einer Klampe --- beispielsweise beim Festmachen des Bootes am Steg.

Das ist prinzipiell eine ganz einfache Sache. Es gibt nur einen kleinen Haken: Der Kopfschlag, also der Abschluss des Klampenbelegens, muss "hübsch" aussehen. Und das wiederum macht er, wenn auch er die Klampe kreuzt und nicht parallel dazu gelegt wird.