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Prüfungsfragen Sportbootführerschein See Begriffe und Gesetze
Wann immer es um gesetzliche Prüfungen geht, stolpert man über die lästigen Fragen zum Recht und zu Gesetzen. Warum sollte es hier anders sein?
1. Welche drei gesetzlichen Bestimmungen regeln den Verkehr auf den Seeschifffahrtsstraßen?
| Antwort |
- Kollisionsverhütungsregeln (KVR)
- Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO)
- Schifffahrtsordnung Emsmündung (EmsSchO)
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| Erklärung |
In Deutschland gelten - jedenfalls für Sportbootführerschein-Anwärter - nur diese drei gesetzlichen Bestimmungen. Die Reihenfolge ihrer Anwendung zeigt die rechte Grafik: Zunächst gelten immer und überall die KVR. Gibt es jedoch Gesetze oder Regel in der SeeSchStrO, die zu den KVR im Widerspruch stehen, gilt die SeeSchStrO. Gleiches gilt für die Ems (und die Leda) und ihre EmsSchO.
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2. Wo gelten die nachfolgend aufgeführten Verkehrsvorschriften (1) Kollisionsverhütungsregeln (KVR) (2) Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO) (3) Schifffahrtsordnung Emsmündung (EmsSchO)?
| Antwort |
- Auf Hoher See und auf den mit dieser zusammenhängenden, von Seeschiffen befahrbaren Gewässern
- Auf den deutschen Seeschifffahrtsstraßen
- Im Mündungsgebiet der Ems und auf der Leda
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| Erklärung |

- Die KVR sind internationale Regeln, die weltweit gelten.
- Die SeeSchStrO ist die "deutsche Autobahn-Regel für Wasserstraßen".
- Die EmsSchO ist eine Nischenregel, die nur für Ems und Leda gilt.
Weitere Regeln und Gesetze müssen wir uns nicht merken. |
3. Welche Vorschrift gilt, wenn eine Bestimmung der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO) bzw. der Schifffahrtsordnung Emsmündung (EmsSchO) mit den Kollisionsverhütungsregeln im Widerspruch steht?
| Antwort |
Die Vorschrift der SeeSchStrO bzw. der EmsSchO.
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| Erklärung |
Sowas von bombensichere 2 Punkte.
Alles, was wir uns merken müssen, ist, dass die deutschen Regeln vor den internationalen Regeln gelten. Und da wir nur die drei Regeln
- KVR
- SeeSchStrO und
- EmsSchO
kennen müssen, ist es doch logisch, welche Antwort gegeben werden muss, ... oder?!
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4. Auf welchen Gewässern der Bundesrepublik Deutschland ist der Besitz des Sportbootführerscheins See als Erlaubnis für das Führen eines Sportbootes oder eines Wassermotorrades vorgeschrieben? Welche Sportboote sind davon ausgenommen?
| Antwort |
- Auf den deutschen Seeschifffahrtsstraßen
- Sportboote ohne Motorantrieb und solche mit einer größten nicht überschreitbaren Nutzleistung von 3,68 Kilowatt (5 PS) oder weniger an der Propellerwelle
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| Erklärung |
Diese Frage ist etwas hakeliger, aber wenn wir kurz nachdenken, sollte die Lösung logisch sein.
Für den ersten Teil der Antwort müssen wir nur wissen, dass Deutsche "zertifikatssüchtig" sind. Wenn ich keinen Hundeschein und keinen Führerschein besitze, darf ich weder Hund noch Auto haben. So ist es auch auf den "Wasserautobahnen", den sogenannten Seeschiffahrtsstraßen.
Listigerweise sind alle Sportboote ausgenommen, die keinen Motor haben oder deren Motor eine Leistung von weniger als 5 PS hat. Das heißt, wir dürften jedes Sportboot auch ohne Führerschein fahren, vorausgesetzt, wir erfüllen diese Bedingung. Es wäre ja auch wirklich blöd, wenn man für einen Wassertreter oder ein Ruderboot den SBF See bräuchte.
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5. (1) Wer ist für die Befolgung der Verkehrsvorschriften verantwortlich? (2) Was ist zu tun, wenn vor Antritt der Fahrt nicht feststeht, wer Fahrzeugführer ist?
| Antwort |
- Der Fahrzeugführer oder sein Stellvertreter
- Der verantwortliche Fahrzeugführer muss bestimmt werden. Er muss zur Führung des Fahrzeugs berechtigt sein.
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| Erklärung |
Eine gemeine Frage: Zwei Fragen in einer. Ansonsten aber nix Schlimmes.
- Wie ist es denn im Auto? Wer ist dort verantwortlich, wenn nicht der "Fahrzeugführer"? Der "Stellvertreter" ist notwendig, falls der Skipper seinen Bier-Füllstand korrigieren muss (und jetzt die schlechte Nachricht: auf See gelten 0,5 Promille)
- Auch logisch, oder?! Einer muss der Chef sein. Demokratie ist auf dem Boot nur schlecht zu realisieren: "Links!" - "Nein, rechts!" - "Nein, anlegen!" - "Wir stimmen erst mal ab. Wo ist die Wahlurne? Wer hat die Stimmzettel?"
Wichtiger ist: Der Fahrzeugführer - und auch sein Stellvertreter - müssen einen gültigen Führerschein haben.
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6. In welchen Fällen dürfen Sie weder ein Sportboot führen oder dessen Kurs oder Geschwindigkeit selbständig bestimmen, noch ein Wassermotorrad oder ein Segelsurfbrett fahren?
| Antwort |
- Wenn ich infolge körperlicher oder geistiger Mängel oder infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel in der sicheren Führung behindert bin.
- Wenn ich eine Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille oder mehr im Blut habe.
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| Erklärung |
Mit dieser Frage will man uns einfach nur darauf stoßen, dass wir auch auf dem Wasser nicht besoffen oder bekifft rumfahren dürfen.
Wir merken uns: Ein Ablege-Bierchen ist erlaubt, andere Drogen nicht. (Im Zweifelsfall gilt wie an Land: Wenn's knallt kann auch das eine Bierchen zum Problem werden. Besser wären 0,0 Promille auf dem Wasser - zumindest für den Chef.)
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7. Was beinhaltet Absatz 1 der Grundregeln der Verordnung zu den Kollisionsverhütungsregeln (KVR), der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO) und der Verordnung zur Einführung der Schifffahrtsordnung Emsmündung (EmsSchO)
über das Verhalten im Verkehr?
| Antwort |
- Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs müssen gewährleistet sein.
- Kein Anderer darf geschädigt, gefährdet oder unnötig behindert oder belästigt werden.
- Vorsichtsmaßnahmen beachten, die Seemannsbrauch oder besondere Umstände erfordern.
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| Erklärung |
Diese geschwollene Bürokraten-Frage stellt nur auf eines ab: Wir sollen sagen "Wir sind auch auf dem Wasser artig und aufmerksam."
Die dreiteilige Antwort ergibt sich aus den drei Grundsätzen, die im ersten Absatz stehen. Da es sich um den meistzitierten Absatz handelt, sollten wir ihn auch kennen.
KVR § 3 - Grundregeln für das Verhalten im Verkehr
(1) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gewährleistet ist und kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. Er hat insbesondere die Vorsichtsmaßregeln zu beachten, die Seemannsbrauch oder besondere Umstände des Falles erfordern.
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8. Was verstehen Sie unter dem Begriff "seemännische Sorgfaltspflicht" und wie wird sie erfüllt?
| Antwort |
- Die Verpflichtung zur Beachtung von Vorsichtsmaßregeln über die Verkehrsvorschriften hinaus, die Seemannsbrauch oder besondere Umstände des Falles erfordern.
- Zur Erfüllung der seemännischen Sorgfaltspflicht gehört auch die Anwendung der Sicherheitsregeln, die u.a. in der nautischen Veröffentlichung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) "Sicherheit im See- und Küstenbereich" enthalten sind.
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| Erklärung |
Wer hätte das geglaubt? Eine so kurze Frage erfordert eine so lange Antwort? Eigentlich nicht, denn die Antwort soll nur beweisen, dass wir wissen, dass "seemännische Sorgfaltspflicht" uns nicht nur an die geschriebenen Regeln bindet, sondern darüber hinaus auch bedeutet, alles zu tun, was Leben schützt oder notfalls rettet.
Der zweite Teil der Antwort ist mehr der Bürokratie geschuldet. Auch das BSH will beweisen, dass es tolle Regeln aufstellen kann --- und dass wir wissen, dass es das kann.
Da aber das BSH noch andere spannende Dinge für uns Wassersportler macht, gewöhnen wir uns jetzt schon mal sachte an das BSH.)
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9. Welche Sicherheitsmaßnahmen sollte der Fahrzeugführer im Rahmen seiner seemännischen Sorgfaltspflicht vor Fahrtantritt zum Schutze und für die Sicherheit der Personen an Bord treffen?
| Antwort |
Der Fahrzeugführer hat die Besatzungsmitglieder und Gäste ...
- ... über die Sicherheitsvorkehrungen an Bord zu unterrichten,
- ... in die Handhabung der Rettungs- und Feuerlöschmittel einzuweisen und
- ... auf geeignete Maßnahmen gegen das Überbordfallen hinzuweisen.
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| Erklärung |
Da ist sie schon, die "seemännische Sorgfaltspflicht".
Und überdies ist die Antwort auch logisch, oder?! Wer schon mal geflogen ist oder eine Kreuzfahrt gemacht hat, kennt das "Stewardessen-Ballett". Und warum sollten wir verschont bleiben, wenn wir jetzt die Kapitäns-Mütze aufsetzen?
Wir merken uns: Rettungswesten und Feuerlöscher zeigen, Regeln für die Sicherheit nennen, Regeln zur Unfallvorbeugung nennen.
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10. Was verstehen Sie unter dem Begriff "in Fahrt"?
| Antwort |
Wenn ein Fahrzeug ...
- ... weder vor Anker liegt,
- ... noch an Land festgemacht ist
- ... noch auf Grund sitzt.
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| Erklärung |
Eine gemeine Frage. Spontan würden wir sagen, dass wir "in Fahrt" sind, solange wir mit Motor oder Segel vorwärts kommen, nicht wahr?!
Listigerweise gibt es aber auch noch das "Treiben auf dem Wasser" ganz ohne Motor und Segel. Wir könnten also jetzt eine elendig lange Antwort schreiben, mit der wir alles beschreiben, was "in Fahrt" bedeutet. Wir können allerdings auch einfach beschreiben, was es nicht ist --- und das ist weit weniger.
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11. (1) Wie lang ist die Dauer eines kurzen Tons (•)? (2) Wie lang ist die Dauer eines langen Tons (—)?
| Antwort |
- Etwa 1 Sekunde
- Etwa 4-6 Sekunden
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| Erklärung |
Auf See müssen wir die Schallsignale eindeutig unterscheiden können. Deshalb gibt es die Regel, dass der kurze Ton lang genug ist, um gehört zu werden, aber deutlich kürzer als der lange Ton.
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12. Was verstehen Sie unter dem Begriff "Manöver des letzten Augenblicks" und in welcher Situation ist es durchzuführen?
| Antwort |
- Ausweichmanöver des Kurshalters
- Es muss durchgeführt werden, wenn ein Zusammenstoß durch Manöver des Ausweichpflichtigen allein nicht mehr vermieden werden kann.
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| Erklärung |
Hier haben wir eine echte Abweichung von den gewohnten Regeln des Straßenverkehrs. Im Gegensatz zum Straßenverkehr, wo es eine Ausweichpflicht gibt, haben wir auf dem Wasser eine Kurshaltepflicht.
Unter normalen Umständen MUSS der Kurshalter zwingend seinen Kurs halten. Damit wird vermieden, dass es im letzten Augenblick doch noch kracht, weil beide anfangen, ängstlich rumzueiern.
Einzige Ausnahme der Kurshaltepflicht ist das "Manöver des letzten Augenblicks", das wir nur - und wirklich nur - dann anwenden dürfen, wenn es schon beinahe kracht, um vielleicht doch noch gerade so aneinander vorbeizukommen oder wenigstens die Menschen auf den Booten zu schützen.
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13. In welchem Fall gelten Sie als überholendes Fahrzeug?
| Antwort |
Wenn ich mich einem Fahrzeug aus einer Richtung von mehr als 22,5° achterlicher als Querab (Bereich des Hecklichts) nähere. Im Zweifelsfall habe ich mich als überholendes Fahrzeug zu betrachten.
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| Erklärung |
Da haben wir eine nette Ausweichregel (überholende Fahrzeuge müssen sich immer frei halten).
Der Rest ist einfach: Unsere Positionslaternen sind so ausgelegt, dass sie nach achtern genau diesen Bereich abdecken (siehe Grafik). Wenn ich also das Hecklicht sehe, bin ich Überholender und muss mich frei halten, während der Überholte in dieser Zeit keine unerwarteten Manöver machen darf, also den Kurs halten muss.
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14. Was verstehen Sie unter dem Begriff "manövrierunfähiges Fahrzeug"?
| Antwort |
Ein Fahrzeug, das wegen außergewöhnlicher Umstände nicht so wie vorgeschrieben manövrieren und daher einem anderen Fahrzeug nicht ausweichen kann (z.B. Ausfall der Ruder oder Maschinenanlage). |
| Erklärung |
.. oder auch: "Ein Schiff, das nicht wie vorgeschrieben manövrieren kann. Beispielsweise wegen eines Unfalls, wegen des Ausfalls der Ruderanlage oder wegen des Ausfalls der Maschine."
Das mit dem "... wie vorgeschrieben ..." kommt aus den KVR-Regeln der Ausweich- und Kurshaltepflicht. Du kannst stattdessen also auch " ... nicht nach den vorgeschriebenen Regeln ..." oder ähnliches sagen. Wichtig ist nur, dass du bekannt gibst, dass du die KVR-Regeln meinst, denn ein Fahrzeug, das "einfach so nicht manövrieren kann", ist auch ein Grundsitzer oder Ankerlieger. Und die wiederum sind NICHT manövrierunfähig; obwohl sie es - rein logisch - durchaus sind.
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15. Was verstehen Sie unter dem Begriff "manövrierbehindertes Fahrzeug"?
| Antwort |
Ein Fahrzeug, das durch die Art seines Einsatzes behindert ist, so wie vorgeschrieben zu manövrieren, und daher einem anderen Fahrzeug nicht ausweichen kann (z. B. Tonnenleger, Kabelleger, Bagger). |
| Erklärung |
Eine einfachere Erklärung wäre "Ein Fahrzeug, das nicht wie vorgeschrieben ausweichen kann, aber nicht wegen außergewöhnlicher Umstände behindert (weil es dann manövrierunfähig wäre) ist."
Tipp: Merke dir einfach "Bagger sind immer manövrierbehindert." und beschreibe in der Antwort einen Bagger. Dafür gibt's dann wenigstens einen Punkt. Wenn du dir noch merken kannst, dass Manövrierbehinderte "bauartbedingt nicht wie in den KVR-Regeln vorgeschrieben manövrieren" können, gibt's auch den zweiten Punkt.
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16. Was verstehen Sie unter dem Begriff "verminderte Sicht"?
| Antwort |
Sichteinschränkung durch Nebel, dickes Wetter, Schneefall, heftige Regengüsse oder ähnliche Umstände |
| Erklärung |
Verminderte Sicht ist alles, was die Sicht beeinträchtigt (mit Ausnahme der beschlagenen oder vergessenen Brille). Also zählen wir die entsprechenden Wettererscheinungen auf, die uns einfallen. Es gibt kein "zu viel", sondern nur ein "Ich bin unkreativ!" --- Zähle einfach alles auf, was dir auf dem Wasser die Sicht verhageln könnte und überlasse den Prüfern, jene zu finden, für die sie dir zwei Punkte geben können. |
17. Welche Maßnahmen müssen Sie bei verminderter Sicht treffen?
| Antwort |
- Mit sicherer, den verminderten Sichtverhältnissen angepasster, Geschwindigkeit fahren
- Schallsignale geben
- Positionslichter einschalten
- Ausguck gehen
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| Erklärung |
Auch für diese Frage müssen wir eigentlich nicht wirklich lernen. Situation vorstellen: Wir befinden uns auf dem Wasser und sehen ... nix. ... Was würden wir machen? |
18. (1) Wann gilt ein Fahrzeug unter Segeln als Maschinenfahrzeug? (2) Welches zusätzliche Signal führt es am Tage?
| Antwort |
- Wenn es gleichzeitig mit Maschinenkraft fährt
- Schwarzer Kegel, Spitze unten
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| Erklärung |
Wann ein Segler unter Segeln als Maschinenfahrzeug gilt? -- Mal ehrlich: Wann würdest du sagen, dass ein Segelfahrzeug ein Maschinenfahrzeug ist (und demzufolge nach den KVR-Regeln als Motorfahrzeug ausweichen muss)?
Natürlich wenn der Motor läuft! Und selbstverständlich muss dann tagsüber der Kegel und nachts das weiße "Dampferlicht" angemacht werden! |
19. Welche Seite wird als Luv-, welche als Leeseite bezeichnet?
| Antwort |
Luv = dem Wind zugekehrte Seite
Lee = dem Wind abgewandte Seite |
| Erklärung |
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Anders als Backbord und Steuerbord wechseln Lee und Luv immer die Seite des Bootes und orientieren sich dabei stets daran, wo der Wind herkommt (oder lt. Wetterbericht herkommen müsste, falls er gerade woanders ist). Aber um diese Feinheiten müssen wir uns nicht kümmern.
Stattdessen merken wir uns einfach
Der Wind weht immer von Luv nach Lee.
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20. Wann und in welchem Zustand müssen Positionslaternen an Bord sein?
| Antwort |
ständig und gebrauchsfertig |
| Erklärung |
"Wann und in welchem Zustand"? Was soll man da schreiben? Vielleicht "Nie und demontiert", oder was?! |
21. Wann müssen die Lichter von Fahrzeugen geführt oder gezeigt werden?
| Antwort |
- von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang
- bei verminderter Sicht
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| Erklärung |
Wann machst du noch gleich das Licht am Auto an? |
22. (1) Welcher Zeitraum gilt als "am Tage"? (2) Welcher Zeitraum gilt als "bei Nacht"?
| Antwort |
- Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
- Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang
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| Erklärung |
Wir Wassersportler sind da restriktiver als die Straßenverkehrsordnung. :) Bei uns ist es Nacht, wenn die Sonne weg ist. Dämmerung kennen wir nicht. |
23. Wozu dient die Lichterführung?
| Antwort |
Sie zeigt Fahrtrichtung und Lage des Fahrzeugs an |
| Erklärung |
Für Ungeübte mag das zunächst merkwürdig klingen. Aber stelle dir mal vor, an meinem Boot sind rote (Backbord) und grüne (Steuerbord) Lichter befestigt.
Wenn du jetzt das grüne Licht meiner Positionslichter siehst ... Kannst du dann sagen, in welche Richtung ich fahre? Werde ich, wenn ich links von dir (Backbord voraus) zu sehen bin, deinen Kurs kreuzen (und möglicherweise eine Gefahr für dich) oder fahre ich von dir weg?
Ich kreuze vermutlich deinen Kurs? Richtig! Und gleichzeitig haben wir auch bewiesen, dass die Antwort stimmt. Mehr dazu findest du in der Lernhilfe: Lichterführung |
24. Welche Vorschriften regeln die Ausrüstung, Anordnung und Anbringung der Positionslaternen, Sichtzeichen und Schallsignalanlagen auf Fahrzeugen?
| Antwort |
- KVR
- SeeSchStrO
- EmsSchO
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| Erklärung |
... alle drei ... wie immer :) |
25. Welche Positionslaternen, Sichtzeichen und Schallsignale dürfen Sie verwenden?
| Antwort |
vom BSH baumustergeprüft und zugelassene |
| Erklärung |
Das BSH (Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie) ist unsere wichtigste Behörde. Sie zu nennen, kann gar nicht falsch sein. |
26. Was verstehen Sie unter dem Begriff "Verkehrstrennungsgebiet"?
| Antwort |
- Es sind bekannt gemachte Schifffahrtswege, die durch Trennlinien oder Trennzonen in Einbahnwege geteilt sind
- Sie dürfen jeweils nur in Fahrtrichtung rechts der Trennlinie oder Trennzone befahren werden
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| Erklärung |
Verkehrstrennungsgebiete ist nur ein umständlicher Name für "Autobahn". Sie erfüllen aber den gleichen Zweck und sie sind sogar genauso aufgebaut:
Ich darf nicht gegen die "vorgeschriebene Fahrtrichtung" fahren, ich muss ganz rechts fahren ... und so weiter. |
27. Was verstehen Sie unter dem Begriff "in Sicht befindlich"?
| Antwort |
wenn jedes Fahrzeug vom anderen optisch wahrgenommen werden kann |
| Erklärung |
... In Sicht bedeutet "in Sicht" :) |
28. Wie haben Sie allgemein Ihrer Geschwindigkeit einzurichten?
| Antwort |
Jedes Fahrzeug muss mit einer „sicheren Geschwindigkeit“ fahren, d. h. es muss sich der Verkehrslage, den Sicht- und Witterungsverhältnissen anpassen und jederzeit aufgestoppt werden können. |
| Erklärung |
Sichere Geschwindigkeit ist der Teil, für den wir unseren ersten Punkt bekommen. Den zweiten bekommen wir, wenn wir sagen "langsam und vorsichtig". |
29. Was bedeutet (1) das CE-Zeichen und (2) worauf haben Sie beim Betrieb eines Sportbootes als verantwortlicher Fahrzeugführer zu achten?
| Antwort |
- Das CE-Zeichen bedeutet, dass die Sicherheitsanforderungen der EU an Bau und Ausrüstung bei Inbetriebnahme des Sportbootes erfüllt worden sind
- Trotzdem habe ich als verantwortlicher Schiffsführer beim Betrieb eines Sportbootes darauf zu achten, dass vor Antritt der Fahrt alle sicherheitsrelevanten Systeme geprüft worden sind und während der Fahrt die im Schiffsbetrieb auftretenden Gefahrenquellen laufend überprüft werden.
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| Erklärung |
1) CE-Zeichen = EU-Prüfzeichen; wir kennen es alle, weil man in Deutschland selbst Lichtschalter CE-prüft.
2) Seemännische Sorgfaltspflicht beachten! Sicherheitseinrichtungen und -gegenstände prüfen, Besatzung einweisen, Gefahrenstellen im Auge behalten, ... |
30. Was verstehen Sie unter dem Begriff "fischendes Fahrzeug"?
| Antwort |
Ein Fahrzeug, das mit Netzen, Leinen, Schleppnetzen oder anderen Fanggeräten fischt, welche seine Manövrierfähigkeit einschränken |
| Erklärung |
Angelkutter sind keine fischenden Fahrzeuge, auch wenn da 50 Angler drauf stehen. Für uns ist nur interessant, ob der Andere ausweichen kann. Und die 50 Angelsehnen behindern ihn nicht. |
31. Was verstehen Sie unter dem Begriff "Wassermotorräder"?
| Antwort |
Motorisierte Wassersportgeräte, z.B. Wasserbob, Wasserscooter, Jetbike oder Jetski, sowie sonstige gleichartige Geräte |
| Erklärung |
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32. Was sind Fahrwasser im Sinne der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO) und der Schifffahrtsordnung Emsmündung (EmsSchO)?
| Antwort |
- Wasserflächen, die durchgehend durch Fahrwasserseitenbegrenzungen begrenzt oder gekennzeichnet sind
- binnenwärts der Flussmündung auch nicht gekennzeichnete Wasserflächen, die für die durchgehende Schifffahrt bestimmt sind
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| Erklärung |
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33. In welchen besonderen Vorschriften ist die Durchfahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) geregelt?
| Antwort |
- Im Abschnitt "Ergänzende Vorschriften für den Nord-Ostsee-Kanal" der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO)
- In der Bekanntmachung der Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Nord zur Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO)
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| Erklärung |
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34. Wann und zu welchem Zweck dürfen Sportfahrzeuge ohne Lotsen die Zufahrten und den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) benutzen?
| Antwort |
Sportfahrzeuge dürfen die Zufahrten und den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) lediglich zur Durchfahrt, nur während der Tagfahrzeiten und nicht bei verminderter Sicht benutzen. Dies gilt nicht für das Aufsuchen der für Sportfahrzeuge zugelassenen Liegestellen in Kiel-Holtenau und Brunsbüttel, sowie das angemeldete Ausschleusen zur Elbe. |
| Erklärung |
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