Eigene Sicherheitsausrüstung, wie Schwimmwesten, Lifebelts, etc, lassen sich immer irgendwie unterbringen und sind - soweit bauart-zugelassen - auch viel besser, als die vorhandenen Ausrüstungsgegenstände. Einige Vercharterer weigern sich jedoch hartnäckig, derartige Ausrüstungen zuzulassen. Im Regelfall stammeln sie dann etwas von "Meine Versicherung ..." Am Besten ist es, hier zunächst nachzufragen, wie der Vercharterer das sieht.
Bettwäsche und Bettzeug sind auf den meisten Yachten bereits an Bord. Dennoch sollte man, wenn eine mehrtägige Reisge geplant ist, sicherheitshalber mit dem Vercharterer absprechen, ob - und wenn ja, in welchem Umfang - es eventuell doch mitzuschleppen ist.
Schlafsäcke sind nützlich und Platz sparend, sollten aber - insbesondere bei längeren Reisen - nicht aus Daunen bestehen. Die enorm hohe Luftfeuchtigkeit setzt den Daunen heftig zu und schon nach wenigen Nächten fangen sie an zu klumpen. Auslüften ist hingegen auf See auch nicht immer ganz leicht, hängt es doch stark vom Wetter ab, ob das Resultat nicht noch enttäuschender wird. Gut geeignet sind aber Schlafsäcke, die mit Kunstfasern gefüllt sind: Fast so warm und kuschelig wie Daunenschlafsäcke, aber bei Weitem nicht so nässeanfällig.
Für Handtücher gilt das gleiche wie für Bettwäsche: In der Regel sind die Yachten bereits mit Handtüchern ausgestattet; eine Rückfrage beim Vercharterer gibt Gewissheit, wie er es handhaben möchte. Neben der "normalen Ausstattung" sind aber Badetücher ebenfalls recht nützlich, wie wir nicht erst seit Douglas Adams "Per Anhalter durch die Galaxis" wissen. Und die sind nur selten und wenn, dann ganz sicher nicht in ausreichender Anzahl, an Bord. Hier gilt also: Mitbringen sinnvoll.
Spielsachen sind nicht nur für die Kids, sondern auch für trübe Hafentage ein guter Zeitvertreib. Die meisten Yachten sind mit Grundausstattungen versehen. Dazu gehören Kartenspiele und einfache Brettspiele, wie Schach, Mühle, Dame oder Mensch-ärger-dich-nicht. Wenn du Spielefreak bist oder Wert auf besondere Spiele legst, dann solltest du sie unbedingt mit einpacken.
Aber Vorsicht: Die Spiele müssen verstaut und unter Umständen auch "an wackeligen Tagen", wenn der Sturm sogar den Hafen aufwühlt, benutzt werden. Schwere oder sperrige Gegenstände sind da ebenso unbeliebt, wie scharfe oder spitze Gegenstände.
Tretroller und (Mini-)Fahrräder sind IMMER absprachebedürftig. Hier gilt in jedem Fall: Ohne vorherige Absprache lieber zu Hause lassen.
Haustiere sollten ebenfalls besser zu Hause bleiben, wenn sie nicht bereits Erfahrung auf See haben. Auch der bravste Seehund und die liebste Meerkatze können seekrank werden und unter den Umständen, dass sie nur alle 12-24 Stunden Land sehen, erheblich leiden.
Wenn du dennoch nicht auf deine Haustiere verzichten willst, weil auch Oma sich weigert, die Viecher während deines Ausflugs zu füttern, dann gilt unweigerlich: Absprechen mit dem Vercharterer. Ansonsten kann es leicht sein, dass dir dein Hund vom Steg zum Abschied winkt...
Elektronische Gadgets (deutsch: "Männerspielzeug"), wie MP3-Player, Spielekonsolen, etc., sollten nur mitgenommen werden, wenn sie überflüssig sind. Die enorme Luftfeuchtigkeit setzt ihnen erheblich zu und selbst die besten Leiterplatten finden salzhaltige Seeluft zum Korrodieren. Natürlich ist es eine Frage der Zeit: Zwei, drei Wochen machen ihnen meistens nicht viel aus. Wenn sie aber schon den dritten oder vierten Turn erleben, sollte man sich auf überraschendes Ableben der Gadgets gefasst machen.
Darüber hinaus muss geklärt werden, wie die Geräte betrieben werden sollen. Verbraucher, die auf Wechselstrom angewiesen sind, werden nur im Hafen funktionieren; Verbraucher, die mit 12/24 Volt betrieben werden können, müssen vor dem Skipper gerechtfertigt werden (der übrigens meistens die Stirn runzelt und überschlägt, wie lange die Bord-Batterien dann noch für die lebensnotwendigen Dinge, wie Bier-Kühler und Navigation, ausreichen). Und für Verbraucher, die auf Batterien angewiesen sind, gilt: Die Seeluft ist leitfähiger als an Land. Batterien verbrauchen sich schneller, wenn die Isolierung nicht optimal ist. Besser also zwei, drei Batterien oder Akkus extra einstecken.
Besondere Essenswünsche können problematisch werden. Wenn du auf spezielles Essen - beispielsweise Diabetiker-Nahrung - angewiesen bist, solltest du dich spätestens beim Einkauf der Lebensmittel bemerkbar machen. (Bei organisierten Kurzausflügen solltest du vorher mit dem Skipper sprechen.)
Falls du bevorzugt besondere Zubereitungen genießen möchtest, bedenke bitte, dass Yachten oft nur mit "einfachen Herden" ausgestattet sind. Aufwändige oder besondere Zubereitungen überlässt du also besser einem Restaurant deines Vertrauens. Rede dazu mit den Mitreisenden, damit die Reiseroute entlang deiner Lieblingsrestaurants ausgerichtet werden kann.
Rauchen ist in den letzten Jahren sehr unbeliebt geworden. Falls du nicht verzichten magst, solltest du dich unbedingt vorher mit dem Vercharterer und den Mitreisenden absprechen. Mit Sicherheit findet sich eine Regelung, der alle zustimmen können, so dass du bei schönem Wetter im Bugkorb nach Lee rauchen darfst und bei schlechtem Wetter nur auf die Badeplattform klettern brauchst ... oder so.