Törnbericht: SKS Praxis-Törn 30. April - 6. Mai 2011
Am 30. April begann unsere Saison mit einem SKS Praxis-Törn ... Hier gibt's die Geschichte dazu.
Samstag, 30. April 2011 - Boot angucken? ... errr ... okayyyy...
|

|
14:00 Unsere Ausbildung beginnt! Endlich!
Und dann beginnt sie mit ... oh je ... Knoten, Basteln, Schwimmweste, Lifebelt und Boot kennenlernen. Aber egal, da müssen wir durch! Letzten Endes gibt's auch hier jede Menge zu lernen...
|
|

|
15:15 Stopperstek? Errr ... yep!
Gleich zu Anfang Knoten üben? Und dann auch noch den Stopperstek? ... Wie ging der noch mal?!
|
|

|
19:10 Gummispring los!
Nach einer schier unendlich langen Einweisung, dutzenden Übungen, Erläuterungen und Hinweisen schwirrt uns förmlich der Kopf. Aber nun geht's los: Kopf auslüften! Raus aus dem Hafen - rein in die nächsten Erfahrungen...
|
|

|
20:17 Errr ... ja ... die ist schneller!
Und gleich beim ersten Einlaufen in den Rostocker Hafen bekommen wir es mit einer Fähre zu tun. Dabei war sie eben noch soooo weit weg... Und nun ist sie da. Und beansprucht ihren Platz in der Fahrrinne, die mir übrigens nicht gerade breit genug für uns beide erschien...
Aber es hat dann doch irgendwie gepasst - um genau zu sein: Die Fähre hat in die Fahrrinne gepasst. Wir sind rausgefahren. ... Da hatte die Fähre echt Glück. Anderenfalls hätten wir sie vielleicht noch versenkt...
|
|

|
20:35 Oh Gott, es wird dunkel!
Kaum vom "Fährenschock" erholt, bemerkten wir, dass es unangenehm dunkel wurde. Aus war's mit der klaren Sicht auf Tonnen und Fahrwasser. Auf einmal hieß es "Finde dein Fahrwasser unter all den leuchtenden, blinkenden und blitzenden Lichtern heraus!" Und das wurde mit jeder Minute schwerer und anstrengender.
|
|

|
20:50 Geschafft!
Um 2050 Ortszeit konnten wir im Logbuch vermerken "Anlegemanöver erfolgreich!" Noch rasch eine letzte Besprechung zum Manöver und dann nix wie ab zum Essen fassen!
23:40 ... Entweder war das der beste Italiener der Welt, oder wir hatten richtig Kohldampf --- jedenfalls war das Essen eine Wucht!
Nun aber fix Waschen und ab in die Heia, denn für den nächsten Tag stehen nicht nur frühes Aufstehen, sondern auch unsere erste Nachtfahrt auf dem Programm...
|
Sonntag, 1. Mai - Vorbereitungen zum Nacht-Törn
Wetterbericht: 4-5 Bft, in Böen 6 Bft, Wind aus NNO - NO, 1,5 - 2 Meter Welle, Temperatur so um die 17°C
 |
7:25 Waschen wie im Ferienlager...
Die "Waschküche" ist gleich um die Ecke ... nur 200 Meter Steg ablaufen, dann durch ein Tor, hinten ums Haus rum, da ist es dann auch schon. Nix für unüberlegte Handlungen; Handtuch vergessen oder den geheimen Geheimcode für die Tür wäre jetzt sehr unpraktisch... |
 |
7:45 Nach einer späten Nachtruhe - vor Mitternacht war an Schlaf nicht zu denken - gab es ein ordentliches Frühstück. Frische Brötchen, Marmelade und herrlicher Sonnenschein bei fast völliger Windstille; und das auch noch vor der Kulisse des Rostocker Stadthafens ... was will der Mensch mehr?! |
 |
8:58 Errrr ... ja ... Eigentlich war der Abflug ja auf 0900 angesetzt. Aber wie das Leben so spielt: Wir haben es nicht ganz geschafft. Irgendwie scheint an Bord die Zeit schneller zu laufen. Sonst frühstücke ich im Leben nicht 75 Minuten lang. |
 |
8:59 Und dann war da ja noch das Abschiedszeremoniell: Logbuch schreiben, von den Verwandten verabschieden und schnell noch die neuesten Infos durchgeben, ... und natürlich ein letzter Klo-Gang auf festem Boden. |
 |
9:25 ... nun haben wir es endlich geschafft und sind bereit, die Welt zu erobern. Noch schnell das Ablegemanöver koordinieren, und dann geht's aber sowas von los! |
 |
9:35 Ablegen! Na los doch!
Ablegen könnte so einfach sein, würde nicht ständig der Wind da raufdrücken ... Also drücken wir dagegen! Aber, ganz ehrlich, knapp 15 Tonnen hatte ich mir irgendwie leichter vorgestellt... |
 |
9:37 Einspringen in den Vordampf
Der Kugelfender sah ein bisschen gequält aus, als wir die Vorspring strapazierten. Aber es ist dann doch gut gegangen und er musste wieder zurück an Bord...
Nun konnte uns aber nichts mehr aufhalten: 4 - 5 Bft, in Böen 6 Bft, Wind aus NNO bis NO, 1 - 1,5 Meter Welle ... Wir kommen! |
 |
9:39 Sagte ich gerade "Nichts mehr aufhalten"?
Tja, also "aufhalten" wohl nicht, aber "abhalten"! Und zwar von der Entspannung!
Fender wegräumen, Springs und Leinen aufklaren, es gab dann doch eine Menge zu tun, bevor wir es uns wenigstens für die Ausfahrt in der Plicht gemütlich machen und uns mental auf die kommende Nachtfahrt vorbereiten können... |
Nachtrag: Wir sind auf Hoher See! Bis Dienstagvormittag werdet ihr nichts von uns hören oder sehen...
Dienstag, 3. Mai 2011 - Hafentag
Wetterbericht: 1-2 Bft, Wind aus NO, Temperaturen um die 18°C
 |
6:30 Wir sind zurück!
Zwei Tage und zwei Nächte auf See bei Windstärken von 6 - 7 Bft, in Böen bis auf 8 hochkachelnd, können ganz schön an der Substanz zerren.
Aber das ist eine Erfahrung, die wir nicht mehr missen möchten, ganz egal, wie sehr jetzt die Koje ruft! |
 |
13:00 Ausgeruht und voller Tatendrang
Man glaubt es nicht! Nachdem wir uns noch für 5 Stunden in Ruhe, so ganz ohne Pfeifen, Rauschen, Stampfen, Brummen und vor allem OHNE WACHPLAN auf die Ohren gelegt hatten, begrüßte uns Warnemünde mit einem Bilderbuch-Wetter: Wind um 1 Bft, null Wellen, herrlicher Sonnenschein...
Perfekt, um ... nein, wir sind zum Training hier! Und deshalb gibt's heute "Hafenmanöver satt"! Anlegen, Ablegen, Wenden auf engem Raum, ... |
 |
15:25 Wir unterbrechen das ewige Rumtuckern im Hafen
Man kann echt genug davon haben! Also von dem monotonen Hafenrunden. (Wie halten das die Rundfahrt-Leute nur aus? Ewig die gleichen Runden...)
Wir jedenfalls entschlossen uns: Genug fürs Erste! Wir machen MoB! Jetzt! ... Also raus aus dem Hafen, rauf auf die See ... mal schauen, wie gut wir retten können. |
 |
17:50 Nun reicht's aber auch! ... Für den Moment!
Am Ende solcher Tage weiß man Ruhe zu schätzen. Ein letztes Anlegemanöver, ganz ohne Hektik, noch einmal Aufklaren ... und dann in den wohlverdienten Feierabend. |
 |
18:10 Geschafft
Nach dem intensiven Hafen- und MoB-Training geht einfach nichts über entspanntes Sitzen auf einer Bank, die zur Abwechslung mal nicht schaukelt und wackelt...
Einfach nur dasitzen, die Beine ausstrecken und die Sonne genießen... |
Mittwoch/Donnerstag, 4. und 5. Mai 2011 - Manöverübungen
Wetterbericht: 2 - 3 Bft, abnehmend, Temperaturen nachts bis runter auf 0°C, tags auch schon mal bis 22°C
 |
Morgens bis Abends
Diese beiden Tage vergehen wie im Fluge: Anlegen, Ablegen, Wenden, Halsen, MoB ... wir trainieren die Manöver immer und immer wieder.
Und so ganz allmählich schleicht sich die Routine dazu.
|
Mehr Fotos unserer Manöverübungen gibt's auf der rechten Seite in der Bildergalerie.
Freitag, 6. Mai 2011 - Prüfungstag
Wetterbericht: 2 Bft, abnehmend, Wind SO ostdrehend, Temperaturen nachts bis runter auf 0°C, tags auch schon mal bis 22°C
 |
Es ist Prüfungstag!
Die Unhruhe erfasst uns schon unmittelbar mit dem Aufstehen. Können wir wirklich alles, was in der Prüfung verlangt wird? Wie steht's ums Wetter? Was wird uns erwarten?
Immer und immer wieder gehen wir noch einmal die einzelnen Manöver durch, aber ruhiger werden wir nicht wirklich. Schon um 10:00 Uhr soll unsere Prüfung sein! |
 |
10:00 Der Prüfer ist da!
Seit Stunden treibt uns die Unruhe um; nun ist er endlich da, der Prüfer ... aber auf einem anderen Boot.
Nur ... was macht er da? Wir versuchen, alle Informationen zu bekommen, derer wir habhaft werden können: Hören wir Schmerzensschreie? Springen dort Leute von Bord? ... Was macht der Prüfer mit den armen Leuten? |
 |
10:15 Nun ist er hier! - Es gibt kein Zurück mehr!
Um ehrlich zu sein: Gesehen haben wir nicht viel, gehört gar nichts ... außer: "Prüfer kommt längsseits!"
Und dann kommt er an Bord ... und stellt sich - ganz gegen jede Erwartung - als Mensch heraus, der sogar lockere Sprüche reißt! |
 |
10:30 Ablegen - Anlegen!
Wer hätte das gedacht? Der Prüfer will wirklich sehen, wie wir ab- und wieder anlegen. ... Eine unserer leichtesten Übungen ... bei dem Wetter und nach den unzähligen Versuchen...
Schon bald ist auch er davon überzeugt, was wir längst wissen: Wir können's! Gib uns endlich den Schein! |
 |
10:45 Wende, Halse, MoB!
Ganz so einfach macht er uns das aber dann doch nicht: Segeln sollen wir mit ihm! Bei dem traumhaften Wetter? Aber gern doch!
Also Segel hoch und ein bisschen hin und her fahren. ... und natürlich "Boje-über-Bord!" |
 |
12:30 Ein letztes Anlegemanöver...
Irgendwann ist der ganze Trupp durch: Jeder hat seine Manöver gefahren, ein letztes Anlegemanöver steht noch aus.
... Und dann warten der Schein und die Ruhe auf uns... |
 |
12:45 So sehen glückliche Gesichter aus
Nur ganz allmählich fällt die Anspannung der letzten Stunden von uns ab. Doch so nach und nach sickert es durch: Geschafft! Vorbei! Kein Stress mehr... |
 |
Boot aufklaren
Ein paar letzte Handgriffe, Sachen packen, Segel abschlagen ... und vor allem: Die Ruhe genießen.
Das steht abschließend auf der Agenda. |
 |
Chillen!
... und dann sitzen wir das letzte Mal zusammen. Kannten wir am Anfang noch nicht einmal die Namen der Anderen, können wir nun mit Fug und Recht sagen: Wir sind in der Zwischenzeit ein gutes Team geworden!
Jeder hat seinen Platz gefunden, wir haben uns gut aufeinander eingespielt ... Schade, dass die Woche schon vorbei ist... |
|
Displaying 1-51 items.
|