Eigentlich ist es ein einfaches Manöver. Aber wie überall, so kann es auch hier passieren, dass etwas nicht ganz optimal klappt. Und das hat gute Gründe. Die wichtigsten wollen wir hier nennen:
Zu schnell
Das größte Problem beim Anlegen ist die Geschwindigkeit. Sehr viele Leute glauben offenbar, dass schnell ranfahren eben schnell anlegen bedeutet. Das ist aber ein Trugschluss! Schnell ranfahren bedeutet meistens: Klappt nicht!
Zu steil ranfahren
Am Steg muss das Boot parallel liegen. Das bedeutet viel Arbeit, wenn du zu steil ranfährst. Also mache es dir einfach und fahre so parallel, wie irgend möglich an den Steg!
Der Aufstopper schlägt fehl
Kurz bevor du am Steg ankommst, gibst du noch einmal einen kurzen Gasschub im Rückwärtsgang. Das ist der kritischste Moment!
Gibst du zu lange Gas, fährt das Boot rückwärts. Das ist nicht gut - und das wollen wir nicht! Es soll nur stoppen und den Hintern gegen den Steg legen. --- Für eine Sekunde ordentlich rückwärts Gas geben. Danach sofort auf Standgas stellen und Auskuppeln!
Lenker falsch eingeschlagen
Lenkst du hier falsch, legt das Boot wieder vom Steg ab - und das wollen wir nicht!
Solltest du zu steil an den Steg fahren, kannst du aber mit dem Lenken noch vieles wieder rausreißen, wenn du ein bisschen Erfahrung hast. In jedem anderen Fall brauchen wir das aber nicht: Einfach richtig lenken, dann klappt's auch mit dem Anlegen!
- Innenborder: Gar nicht lenken!
- Außenborder: Lenker voll in Richtung Steg einschlagen!
Danach kurzer Schub rückwärts - den Rest macht das Boot von ganz allein! - Also Ruhe bewahren!