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Sportküstenschifferschein (SKS)

Der SKS ist ein weiterführender Befähigungsnachweis. Er erweitert nicht die Berechtigungen, sondern dient ausschließlich als Nachweis der Befähigungen, dass du imstande bist, ein Sportboot in küstennahen Gewässern zu führen.

Da mittlerweile immer mehr Versicherungen und Vercharterer dazu übergehen, diesen Schein als Voraussetzung für eine Charter anzusehen und kein einziger Vercharterer etwas dagegen hat, wenn du den Schein auch dann nachweist, wo "nur" der SBF See erforderlich ist, raten wir dringend dazu, dir diesen Schein zuzulegen! Nicht zuletzt, weil du mit diesem Wissen deiner "seemännischen Sorgfaltspflicht" nachkommst, sondern auch, weil es dir und deinen Freunden bzw. deiner Familie eines Tages - vulgo - mal den seemännischen Arsch retten kann.

Theoretische Prüfung

Die Fragen der theoretischen Prüfung sind thematisch mit jenen des Sportbootführerschein See identisch. Allerdings sind sie wesentlich umfangreicher. Beispielsweise werden jetzt auch ein paar grundlegende Fragen zu Strom und Gezeiten aufgenommen.

Es ist die letzte Prüfung, auf die man sich autodidaktisch vorbereiten kann. Auch hier sind alle Fragen des Katalogs bekannt und öffentlich zugänglich. (Den Fragenkatalog findest du in unserem Online-Powerkurs. Der Online-Prüfungs-Simulator folgt demnächst.)

Praktische Prüfung

Anders als in der Prüfung zum Sportbootführerschein See werden hier nicht nur "ein paar zusammenhanglose Manöver" abgefragt. Stattdessen darfst du ca. eine halbe Stunde lang ein wenig deiner ganzheitlichen Fähigkeiten, ein Sportboot führen zu können, unter Beweis stellen.

(Diese umständliche Formulierung ist darauf zurückzuführen, dass es trotz aller Bemühungen, die Prüfung praxisnah zu gestalten, immer noch eine "Ich frag dich - du antwortest!"-Prüfung bleibt. Erst die nachfolgenden Scheine, wie SSS und SHS, machen den Prüfer zum - mehr oder weniger - stillen Beobachter.)

Zu diesem Zweck kommen mehrere Prüfer mit an Bord und werden dich etwa eine halbe Stunde lang mit Fragen aus dem SKS-Fragenkatalog beschäftigen. Da es jedoch keine mündliche Prüfung ist, zielen alle Fragen auf "Zeigen Sie jetzt mal, was Sie machen, wenn ...". Dabei werden möglichst aus den aktuellen Begleitumständen der Prüfungsfahrt verschiedene Fragen und Aufgaben gestellt

  • Manöver ("So, und jetzt machen Sie mal eine Wende!")
  • Maschinenkunde ("Zeigen Sie uns mal den Keilriemen am Motor dieses Bootes und sagen Sie uns, wie man den wechselt, wenn er kaputt ist!")
  • Knotenkunde ("Wir werden gleich da vorn am Dalben anlegen. Bereiten Sie die Vorleine vor!")
  • Navigation ("Die Tonne da vorn ... Was war das noch gleich für eine?") aber auch ("Setzen Sie auf der Seekarte einen Kurs auf die Tonne C15 ab und sagen Sie den zu fahrenden MgK-Kurs an!")
  • Wegerecht ("Da vorn kommt ein Schiff auf uns zu. Wer muss ausweichen und warum?")
  • Wetterkunde ("Sehen Sie die dunkle Wolke da drüben? Was müssen Sie tun, um dieses Boot auf den Sturm vorzubereiten?")

Es ist verständlich, dass man solche Prüfungen zweifellos am besten mit einem eingespielten Team absolviert. Deshalb bieten viele Bootsfahrschulen dieses Praxistraining als Kombination aus Meilentörn und Praxisprüfung an. Während der 5-7 Tage hat man so ausreichend Zeit, Boot und Besatzung kennen zu lernen, sich aufeinander einzuspielen und alle möglichen Fragen und Übungen zur Prüfung durchzugehen.

Aber natürlich ist das keine Verpflichtung: Selbstverständlich kann ein Segler oder Motorbootfahrer seine SKS-Kenntnisse auch mit einer unbekannten Mannschaft unter Beweis stellen; was die Praxisnähe weitaus mehr betonen würde, denn wann hat man schon mal eine gut eingespielte Besatzung aus 4-8 begeisterten Seglern oder Motorbootfahrern zur Verfügung?

Durchfallen? Durchfallen!

Wie bei jeder Prüfung, so gibt es auch hier die Gelegenheit "durchzufallen". Das ist aber eigentlich Quatsch, denn

  1. Jede bestandene Prüfung muss nicht wiederholt werden!
    Solange du die jeweils andere Prüfung innerhalb eines Jahres bestehst, musst du die bestandene Prüfung nicht wiederholen. Idealerweise machst du also im Winter die SKS-Theorie (2-3 Monate reichen mehr als locker aus, um dich auf die Theorie-Prüfung vorzubereiten.) und hast dann eine ganze Saison lang Zeit, dich auf die Praxis-Prüfung vorzubereiten.
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  2. Eigentlich kann man nicht durchfallen, wenn die SBF-See-Kenntnisse sicher sitzen!
    Dieser Schein ist noch nicht wirklich anspruchsvoll. Wenn du den SBF See bestanden hast, musst du nur noch wenig dazulernen, um die Theorie-Prüfung zu bestehen. Das Meiste davon ist nicht mal wirklich neu, sondern nur eine Erweiterung und genauere Beschreibung des SBF-See-Wissens. (Beispielsweise lernst du, wie man eine Ablenkungstabelle erstellen kann, anstatt sie - wie beim SBF See - einfach als "gottgegeben" vorauszusetzen, um deinen Kurs bestimmen zu können.
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  3. Wer Angst vor der Praxis-Prüfung hat, der sollte überlegen, ob denn der SBF-Schein eine gute Idee war!
    In der Praxisprüfung musst du nachweisen, dass du eine Yacht sicher führen kannst. Davor hast du Angst? Vor der Yacht? Oder davor, dass man entdeckt, dass du die Yacht nicht sicher führen kannst und deshalb für dich, deine Familie, deine Freunde und all die anderen, die auf dem Wasser rumgurken, ein Sicherheitsrisiko bist?
    Wenn du jetzt sagst "Naja, ... also ... um ehrlich zu sein ...", dann ist das genau der richtige Zeitpunkt, dich an den SKS zu setzen! Hole dir den Schein und beweise dir und den anderen, dass du umsichtig und weitsichtig genug bist, dich mit den erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten auszustatten!

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Voraussetzungen

 

Prüfungsausschuss

Prüfungsausschuss für Sportboote, Funkzeugnisse und Sachkundenachweise
Hafenstraße 20
18439 Stralsund

Tel: (038 31) 28 05 31
Fax: (038 31)  28 96 48
Email: parostock@t-online.de
Web: www.pa-rostock-stralsund.info

Literatur

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